Ein Stapel Bücher vor einem rosa Hintergrund.

Hast du Lust auf einen Aha-Effekt? Auf richtig gute Argumente gegen Hetze und Hass? Willst du Manipulationen durchschauen? Und bist du bereit, dich deinen eigenen Vorurteilen zu stellen? Dann haben wir genau das richtige für dich! Mach dich auf den Weg in eine bunte, inklusive Gesellschaft, zu einem fairen Umgang miteinander und zu starken Arbeitnehmer*innenrechten. Das geht ganz einfach und sogar vom heimischen Sofa aus. Steck einfach deine Nase in eines der fünf Bücher, die wir für dich handverlesen haben. Denn Veränderung, die beginnt ja immer im Kopf!

1. Information ist alles

Auf einem Laptop-Bildschirm steht der Begriff "Fake News" geschrieben.

Aktueller denn je! In Zeiten der Corona-Pandemie prasseln die Nachrichten auf uns ein, fast täglich ändert sich die Lage, in bisher nie für möglich gehaltener Geschwindigkeit werden politische Entscheidungen getroffen. Doch wie genau kommen diese Entscheidungen eigentlich zustande? Und vor allem, wie werden sie kommuniziert? Wird die öffentliche Meinung bewusst beeinflusst? Das neue Buch von Albrecht Müller liefert eine erste Antwort auf diese Fragen: „Glaube wenig, hinterfrage alles, denke selbst,“ fordert der Autor. Und gibt zum Glück auch gleich noch Tipps zum Thema „Wie man Manipulationen durchschaut“. Der Nationalökonom, Polit-Blogger und Herausgeber der Internetplattform „NachDenkSeiten“ analysiert Mechanismen der Meinungsmache. Und das ist wirklich augenöffnend. Wir garantieren dir mindestens ein echtes Aha-Erlebnis!

Albrecht Müller: Glaube wenig, hinterfrage alles, denke selbst – Wie man Manipulationen durchschaut, Westend-Verlag, Frankfurt/Main 2019, 144 Seiten, 14 Euro

2. Diskurs schadet nie

Mehrere Familienmitglieder prosten sich zu.

Doch was ist, wenn dein Gegenüber mit kruden Theorien daherkommt und behauptet, den Klimawandel gebe es nicht? Oder beim Geburtstagsessen von Freunden auf einmal jemand von der „Impf-Lüge“ spricht? Auch du hast wahrscheinlich schon Situationen erlebt, in denen jemand mit Halbwahrheiten oder sogar Verschwörungstheorien um sich geschmissen hat. Wenn dir in einem solchen Moment nicht immer gleich die passende Antwort oder Gesprächsstrategie einfällt, kommt hier die Lösung: Die Berliner Journalistin Franzi von Kempis hat eine „Anleitung zum Widerspruch“ zu geschrieben. Damit du genau für solche Momente vorbereitet bist. Mit gut recherchierten Fakten und sicheren Argumenten liefert die Autorin „klare Antworten auf populistische Parolen, Vorurteile und Verschwörungstheorien“. Wir sagen nur: Adé Stammtischparolen!

Franzi von Kempis: Anleitung zum Widerspruch. Klare Antworten auf populistische Parolen, Vorurteile und Verschwörungstheorien. Mosaik Verlag, München 2019, 288 Seiten, 15 Euro

3. Raus aus der Online-Falle

Verschwörungstheorien auf der Geburtstags-Party sind das eine. Doch nirgendwo verbreiten sich Fake News und Gerüchte so schnell wie in der digitalen Welt. Auch Diskriminierung, Hate Speech, Angst- und Panikmacherei sind in den Sozialen Medien zu Hause. Diskussionen werden online häufig viel aggressiver geführt als offline. Der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen von der Universität Tübingen nennt das „Die große Gereiztheit“. Mit Hilfe zahlreicher Beispiele untersucht er diese Stimmung der Nervosität. Der Autor beschreibt wie sich die Debattenkultur im digitalen Zeitalter verändert und zeigt „Wege aus der kollektiven Erregung“ auf. So ein Ausstieg aus dem digitalen Hamsterrad birgt Chancen: Auf einen klugen Umgang mit Informationen und damit auf mehr Medienkompetenz. Und die schadet nie! Und niemandem!

Bernhard Pörksen: Die große Gereiztheit. Wege aus der kollektiven Erregung. Hanser Verlag, München 2018, 256 Seiten, 22 Euro

4. Auch mal zuhören!

Mehrere Personen halten ihre Hände übereinander.

Er ist da. Jeden einzelnen Tag. Für viele meist recht unsichtbar. Dafür aber um so schmerzhafter für alle, gegen die er sich richtet: Rassismus. Viel zu selten wird offen über dieses Thema gesprochen. „Darf ich mal deine Haare anfassen?“ oder „Wo kommst du eigentlich her?“ sind Fragen, die Alice Hasters häufig gestellt bekommt. Diese Fragen seien meist nicht böse gemeint, schreibt die Journalistin, ihren Alltag als Schwarze Frau in Deutschland prägen sie dennoch. Mit ihrem Buch „Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten“ hat die Autorin einen sehr persönlichen Bericht geschrieben. Aber sie liefert auch Fakten und Hintergründe. Und sie fordert ihre Leser*innen Seite um Seite heraus, sich mit dem eigenen Rassismus auseinanderzusetzen. Das ist nicht immer einfach, zugegeben. Aber echt wichtig. Denn nur so kann Rassismus überwunden werden.

Alice Hasters: Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten. Hanserblau Verlag, Berlin 2019, 208 Seiten, 17 Euro

5. Starke Frau

Sie war die Erste. Eine echte Vorreiterin. Paula Thiede ist die erste Frau an der Spitze einer gemischtgeschlechtlichen Gewerkschaft gewesen. Schon 1889 wurde sie zur Vorsitzenden des „Verbandes der Buch- und Steindruckerei-Hilfsarbeiter und -Arbeiterinnen Deutschlands“ gewählt. Damit hat Paula Thiede ein Stück deutscher Geschichte geschrieben. Sie hat ein starkes Leben hingelegt, stand früh auf eigenen Beinen und setze sich im sozialen Elend des damaligen Kaiserreichs für die Arbeitnehmer*innenrechte ein. Keine leichte Aufgabe für Paula Thiede, die 1870 als Pauline Berlin in Berlin geboren wurde. Die für ihre Zeit außergewöhnliche Biographie der Gewerkschafterin würdigt der Historiker Uwe Fuhrmann in seinem Buch „Frau Berlin“. Und die ver.di Bundesverwaltung ist stolz auf ihren Sitz an einer besonderen Adresse, dem Paula-Thiede-Ufer.

Uwe Fuhrmann: „Frau Berlin“, Paula Thiede (1870-1919). Vom Arbeiterkind zur Gewerkschaftsvorsitzenden, UVK Universitätsverlag Konstanz, 2019, 228 Seiten, 17 Euro

Du hast noch nicht genug gelesen? Dann schau doch mal hier vorbei.

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