Fabienne – über ein Jahr bei ver.di im Trainee-Programm

Wenn der Beginn der heiß ersehnten Weiterbildung genau mit einer weltweiten Pandemie zusammenfällt … Fabienne hat zum 1. April 2020 zusammen mit 13 weiteren Nachwuchs-Gewerkschaftssekretär*innen ihr Trainee-Programm begonnen – und uns vor einem Jahr von ihrem Einstieg unter diesen ganz besonderen Bedingungen auf diesem Blog erzählt. Ein gutes Jahr ver.di-Trainee-Programm ist mittlerweile um – und genauso lange begleitet uns auch die Corona-Pandemie. Wir haben Fabienne wieder getroffen und gefragt, wie es ihr und ihren Co-Trainees ergangen ist und welches Fazit sie aus – dem im übrigen neuen – Programm für ver.di-Nachwuchskräfte zieht.

Wiedersehen mit ver.di-Trainee Fabienne: Zwischen Lockdowns & Lockerungen

Christiane Lehmann: Hallo Fabienne, du bist jetzt seit einem Jahr bei ver.di, beim Bezirk Saar-Trier – Als wir das letzte Mal sprachen, waren wir gerade im ersten Lockdown. Ein eigenartiger Start ins Trainee-Programm!

Fabienne Eli: Ja, das war schon ein komisches Gefühl! Die ver.di-Büros waren fürs Publikum geschlossen, von den Kollegen und Kolleginnen waren nur ganz wenige vor Ort und vor allem durften wir nicht in Betriebe … Im Sommer ist dann etwas Normalität eingekehrt. Mit gelockerten Kontaktbeschränkungen und dank des guten Wetters war einiges im Freien möglich. Die Büroräume wurden in den Sommermonaten für den Publikumsverkehr, unter den entsprechenden Hygienemaßnahmen, geöffnet und es waren auch wieder mehr Kolleginnen und Kollegen in den Büros bzw. vor allem unterwegs in den Betrieben. Alle haben die Zeit genutzt, um in den persönlichen Kontakt mit unseren vielen Mitgliedern zu treten. 

Gewerkschaftsarbeit im „New Normal“

Christiane Lehmann: Das war ein Stück „neue Normalität“, im Sommer.

Fabienne Eli: Na ja, die Arbeit mit Maske und Abstand war nicht immer leicht. Ich erinnere mich an eine Situation im Krankenhaus in Merzig: Wir haben im Rahmen der Tarifrunde im öffentlichen Dienst (öD) Mitgliederbefragungen in verschiedenen saarländischen Krankenhäusern durchgeführt mit dem Ziel, Forderungen aufzustellen, die aus den Reihen unserer Mitglieder kommen. An einem Tag habe ich – wie an den vielen anderen Tagen auch – Krankenhausbeschäftigte im Außenbereich angesprochen. Bei dieser einen Kollegin habe ich dann festgestellt, dass sie taubstumm war. Mit Maske war die Kommunikation schwierig, aber ich wollte die Befragung nicht einfach abbrechen. Die Kollegin war sehr offen und wir haben es mit etwas mehr Abstand, Lippenlesen und einer gewissen Lockerheit gemeinsam geschafft, die Befragung durchzuführen. Mein Tag wurde noch besser, als ich etwas später – zum ersten Mal im Hauptamt – zwei neue Mitglieder werben konnte. Die Arbeit mit meinen beiden Kolleginnen Lisa Summkeller und Steffi Schwack hat mir wirklich viel Spaß gemacht und ich konnte mir auch in dieser Praxisstation einiges für meine künftige Arbeit abschauen.

Über den Sommer habe ich in meiner Bezirksstelle in Trier einen Einblick in den Fachbereich 03, Gesundheit & Soziales, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen, bekommen und einen Überblick über die Aufgaben als Gewerkschaftssekretärin. Gemeinsam mit Lisa war ich auch auf einigen Azubi-Begrüßungen. Vor allem das hat mir als zukünftiger Jugendsekretärin sehr viel gebracht. Im Herbst ging es dann vor allem um die Tarifrunde im öffentlichen Dienst.

Einsatz im „Innendienst“: Rechtsberatung für ver.di-Mitglieder

Christiane Lehmann: Nachdem du nach dem ersten Lockdown zum Glück erst mal „raus“ gekommen bist, in die Betriebe und unter Menschen, bestand der nächste Part des Trainee-Programms in der Begleitung des Teams Beratung und Recht, wie hat dir der Einblick in die Arbeit im „Innendienst“ gefallen?

Fabienne Eli: Mein erster Praxiseinsatz für „Beratung und Recht“ fand überraschenderweise außerhalb des Saarlandes, in Karlsruhe statt. Das hatte sich relativ kurzfristig so ergeben. Ich bin dann einen Monat lang täglich mit dem Zug nach Karlsruhe gependelt. Das waren jeden Tag pro Weg ca. 2 Stunden! Das habe ich aber erstaunlicherweise jeden Tag gerne gemacht! – Eigentlich bin ich ein Morgenmuffel! Ein Tipp für alle anderen Trainees: Ich habe zu spät festgestellt, dass ver.di mich beim Zugticket unterstützt hätte.

Dieser Einsatz hat mich absolut positiv überrascht. Meine beiden Praxisbegleiter*innen Jochen Höpken und Melanie Rechkemmer haben mir viel beigebracht. Vor allem dass Rechtsberatung gar nicht so trocken ist, wie ich es erwartet hätte! Außerdem hat mir gut gefallen, wie harmonisch das Team in Karlsruhe arbeitet. Die gute Arbeitsatmosphäre, das Miteinander!

Dabei hatte ich anfänglich wirklich Bedenken, dass ich woanders eingesetzt werde. In meinem Zielbezirk Saar-Trier verstehe ich mich mit allen super gut und bin dort sehr glücklich. Ich konnte mir nur schwer vorstellen, mich in ein anderes bestehendes Team so kurzfristig einzufinden. Diese Befürchtung war vollkommen unbegründet, ab Tag eins wurde ich so einbezogen, als hätte ich schon immer dazugehört. 

ver.di-Rechtsberatung: ganz nah am Menschen

Christiane Lehmann: Wie sah deine tägliche Arbeit im Team Beratung und Recht aus?

Fabienne Eli: Du weißt ja: Als ver.di-Mitglied kann man ja ab dem Moment des Beitrittes eine kostenlose Beratung bekommen und nach drei Monaten hat man Anspruch auf einen Arbeits- und Sozialrechtsschutz. Also laufen viele rechtliche Fragen in den Bezirksstellen ein. Und wir haben diese Anfragen bearbeitet. Das neue, zweistufige System funktioniert so: Die Mitglieder rufen im Verwaltungszentrum an, wo die Anrufe dokumentiert und weitergeleitet werden. Erste Station ist der / die SvD (Sekretär*in vom Dienst). Einfache Fragen werden hier direkt beantwortet. Ist das nicht möglich, wird der Fall einem /einer Rechtssekretär*in zugeteilt. Diese haben sich die Themengebiete untereinander aufgeteilt und jede*r ist auf andere Themen spezialisiert. 

Am Anfang läuft aber noch nicht alles rund. So ist es schwierig, wenn eine Kollegin oder ein Kollege ausfällt, die Anrufe und Rechtsberatungen werden ja nicht weniger. Kann das Anrufaufkommen nicht mehr abgedeckt werden oder es ist Montag und es stehen noch viele Anrufe vom Freitag, Samstag und Montagmorgen zum Rückruf aus, so werden die Fälle direkt dem ganzen Team Beratung und Recht zugeteilt und es müssen quasi alle mithelfen. Übrigens arbeiten noch nicht alle Bezirke in dieser Form. Mein Bezirk, das Saarland, wird beispielsweise erst 2022 „ausgerollt“.

Logischerweise befinden sich viele, die bei uns ankommen, in einer persönlichen Krisensituation. Alle erwarten eine sofortige Lösung des Problems und alle denken, es muss sofort passieren. Die Herausforderung für uns ist es dann, die Fälle einzuordnen, zu priorisieren, tatsächliche Fristen zu erkennen und vor allem für unsere Mitglieder da zu sein. Ich glaube, nicht jede*r ist für diesen Job gemacht. Man wird oft mit traurigen Einzelschicksalen konfrontiert und erlebt emotionale Krisen mit. Ich musste einen Weg finden, damit umzugehen. Wir erreichen viel für unsere Mitglieder, oft ist das nicht allen bewusst. Viele merken auch erst in diesen für sie schlimmen Zeiten, wie dringend sie uns als Gewerkschaft bräuchten. Manchmal ist es dann zu spät, weil der Versicherungsschutz direkt nach einem Eintritt noch nicht greift. 

Christiane Lehmann: Hast du da ein konkretes Beispiel?

Fabienne Eli: Ja klar. Wir hatten da einen Betrieb, sogar mit Betriebsrat, und die haben, anders als im Tarifvertrag festgelegt, das Weihnachtsgeld nicht ausgezahlt und das 13. Monatsgehalt auch nicht. Für unsere ver.di-Mitglieder können wir das natürlich einklagen. Das spricht sich rum. Auf den Tarifvertrag haben aber formal gesehen nur ver.di-Mitglieder Anspruch. Deswegen haben einige andere versucht, so ganz auf die Schnelle noch Mitglied zu werden, rückwirkend einzutreten. Das geht natürlich nicht. 

Ich finde, man kann nicht jahrelang davon profitieren, dass wir (ver.di in Haupt- und Ehrenamt gemeinsam) für bessere Gehälter, Weihnachts- und Urlaubsgeld etc. kämpfen, während andere selbst dazu nichts beitragen – und dann bekommt man es nicht und will es sich rückwirkend „erschummeln“. 

ver.di-Mitglied zu werden macht trotzdem zu jedem Zeitpunkt Sinn, finde ich, weil so etwas jederzeit nochmal passieren kann, und man sonst wieder nichts davon hätte. Außerdem können wir mit mehr Mitgliedern und einem höheren Orga-Grad (prozentualer Anteil der Mitglieder im Betrieb zur Zahl der Beschäftigten) natürlich beim nächsten Mal auch mehr erreichen. 

Nächste Station im ver.di-Trainee-Programm: Tarifrunde Verkehrsgewerbe

Christiane Lehmann: Was ich schon weiß: Du warst Teil der Tarifrunde im Verkehrsgewerbe in Rheinland-Pfalz und durftest im Rahmen deiner Einarbeitung die Forderungsfindung von über 40 Busfahrer*innen begleiten. Wie läuft so eine Tarifrunde während einer Pandemie ab? 

Fabienne Eli: Die Tarifrunde lief digital, wie fast alles momentan. Alle zwei Wochen fand sonntags eine Videokonferenz statt. Durch die verschiedenen Schichten haben die Busfahrer (in dem Zusammenhang kann man die männliche Form nutzen, denn es gab in den Terminen oft keine einzige Frau) wenig Zeit und wenn überhaupt dann am Sonntagmorgen. Das hat mir dann auch gleich gezeigt: Auch wenn wir Hauptamtliche versuchen, Sonntagsarbeit zu vermeiden, bleibt das nicht immer aus.

Im letzten Jahr, also 2020, konnten wir hervorragende 13,5 % Lohnerhöhung und eine Corona-Prämie von 1500 € nur für ver.di-Mitglieder verhandeln. Das ging nur durch die extrem hohen Mitgliederzahlen in vielen Betrieben. Dort wissen wir: Wenn wir zum Streik aufrufen, dann sind die Betriebe dicht. Das übt natürlich entsprechenden Druck auf die Arbeitgeber aus. In diesem Frühjahr 2021 ging es nun weiter.

Von den betreuenden Gewerkschaftssekretären und Verhandlungsführern Jürgen Jung, Marko Bärschneider und Christian Umlauf wurde ich wirklich sehr gut eingebunden und konnte mich in vielem ausprobieren. Über den Beruf Busfahrer*in wusste ich vorher nicht wirklich viel. Zum Beispiel: Viele Busfahrer*innen gehen morgens um 5 Uhr aus dem Haus und kommen erst nach 18 Uhr nach Hause, sie fahren also z.B. die Schüler*innen am Morgen in die Schule, haben dann 4 Stunden auf irgendeinem Parkplatz im Nichts drei oder vier Stunden Pause, fahren wieder, haben wieder Pause usw. Die Arbeitgeber zahlen die Pausenzeiten nicht, nach Hause können sie aber oft auch nicht, da sie von den Stellen nicht wegkommen oder die Zeit doch zu kurz ist, um heimzufahren und wieder hinzukommen.

ver.di-Trainee-Programm: Kickstart in die Gewerkschafts-Arbeit

In dieser Einarbeitungsstation habe ich gelernt, wie eine Forderungsfindung zustande kommt und wie digitale Kampagnen funktionieren. So durfte ich zum Beispiel die Videokonferenz mit den Fahrern moderieren, in denen die gemeinsamen Forderungen diskutiert wurden. Davor hatte ich zunächst etwas Respekt, schließlich war ich oft nicht nur die einzige Frau in der Runde, sondern auch durchaus jünger als viele Busfahrer und deshalb nicht sicher, ob das so einfach wird. Aber es hat alles gut geklappt. Es hat mir wirklich Spaß gemacht und mich noch mal in meiner Arbeit bestärkt. Heraus kam Übrigens neben anderem eine weitere Corona-Prämie für ver.di-Mitglieder in Höhe von 1500 € netto, ein Stundenlohn von 17 € und die Durchbezahlung der Schichten.

Durch die Corona-Situation habe mich außerdem viel mit der digitalen Umsetzung von Kampagnen beschäftigt. Vor allem welche Möglichkeiten es gibt, um auch digital, durch Plakataktionen, politische Gespräche, aber vor allem durch den Zusammenhalt und die Willensstärke der Busfahrer*innen einen solchen Druck aufzubauen, dass man auch in einer Ausnahmesituation solche Abschlüsse erzielen kann. Durch diese Situation habe ich auch meine Fähigkeiten im Gestalten von Flyern und Share Pics für Social Media ausgebaut. 

Christiane Lehmann: Nachdem die Hälfte des Trainee-Programms hinter dir liegt: Kannst du dir vorstellen, irgendwann selbst Tarifverhandlungen zu führen?

Fabienne Eli: Mittlerweile ja. Das liegt aber vor allem daran, dass ich bereits in Budgetverhandlungen und bei Koalitionsverhandlungen im Rahmen meiner ehrenamtlichen Arbeit dabei war. Tarifverhandlungen werden bei uns immer gemeinsam mit der Tarifkommission geführt und vorberaten. Außerdem gibt es viele Kolleg*innen, bei denen ich immer um Unterstützung und Beratung bitten könnte. Bevor ich Tarifverhandlungen führen würde, würde ich mich natürlich auch stark ins Thema einarbeiten. Das alles ist natürlich eine Hypothese, es wird nicht morgen jemand zu mir sagen: „Hey, ich kann heute nicht, mach du das mal.“

„Ich sehne mich nach Präsenzveranstaltungen mit richtigen Menschen“

Christiane Lehmann: Als wir das letzte Mal sprachen, hattest du die anderen Trainees bis dahin ja nur digital kennen gelernt. Deshalb die Frage: Gab es im Sommer Präsenzveranstaltungen und persönliche Zusammentreffen?

Fabienne Eli: Ja, wir konnten uns noch persönlich kennen lernen, es gab einige wenige Präsenzseminare im Sommer und wir haben es wirklich genossen, uns mal zu sehen. Leider müssen wir seit den Herbstmonaten aber wieder auf Online-Seminare zurückgreifen und ganz ehrlich: Das nervt. Drei Wochen am Stück Online-Seminare sind echt anstrengend.  

Es ist natürlich besser so, um unsere Gesundheit und die unserer Angehörigen und Kolleg*innen zu schützen, macht aber zunehmend weniger Spaß. Eine große Enttäuschung war für uns alle, dass der Praxiseinsatz in Berlin ausfallen musste. Darauf hatte ich mich wirklich gefreut. ver.di ist für uns als Arbeitgeberin natürlich verantwortlich und ich kann die Entscheidungen, Dienstreisen und solche Dinge zu vermeiden, absolut nachvollziehen. Trotzdem ist es aber natürlich dennoch schwer. 

Ich arbeite jetzt seit einem guten Jahr bei ver.di. Am Anfang dachten wir, dass es bald nach unserem Einstieg alles wieder normal sein würde. Es konnte niemand sich vorstellen, wie lange uns die Pandemie beschäftigt. Jetzt bin ich bald fertig mit meiner Einarbeitung und kenne immer noch nicht alle meine Kolleg*innen persönlich, ganz zu schweigen von unseren ehrenamtlich Aktiven oder den vielen Beschäftigten in Betrieben und Dienststellen. Das ist bitter, das kann und möchte ich nicht gut reden. Es ist aber notwendig. Eine gute Sache hatte die Pandemie. Unser Traineezug musste nur eine der beiden Lernstandskontrollen schreiben. (lacht)

Und wie in anderen Berufen auch wurde die Arbeitsweise innerhalb von kurzer Zeit wesentlich digitaler.

Christiane Lehmann: Wir hatten darüber gesprochen, dass du deinen Einstand gern gefeiert hättest. Konntest du das inzwischen nachholen? 

Fabienne Eli: Leider nicht. Ich vermute, ich werde meinen Einstand quasi mit Ende des Traineeprogramms feiern. In meinem Bezirk arbeiten ca. 40 Gewerkschaftssekretär*innen und Verwaltungsangestellte. Ich würde ungerne nur eine Gruppe einladen, da alles nur gemeinsam funktioniert. Ich hoffe darauf vielleicht im September auf meinen unbefristeten Vertag mit meinen Kolleg:innen anstoßen zu können. Dann kann ich quasi alles in einem feiern: Einstand, den erfolgreichen Abschluss des Traineeprogramms und meine neue Stelle.

„Wir lernen unglaublich viel und werden sehr gefördert“

Christiane Lehmann: Dein Fazit so weit – trotz der ungünstigen Umstände: Würdest du das Trainee-Programm anderen Gewerkschafts-Bewegten empfehlen?

Fabienne Eli: Ja! Ich konnte mich trotz der Umstände wirklich weiterentwickeln und bin nach wie vor von den Seminaren und auch meiner Einarbeitung begeistert. Wir lernen unglaublich viel und werden sehr gefördert. Mein Einarbeitungsbeauftragter Christian Umlauf und meine Landespersonalleiterin Monika Wittnebel stehen mir während des kompletten Einarbeitungsprogrammes mit Rat und Tat zur Seite. Wir führen im Rahmen der Einarbeitung regelmäßige Gespräche, aber auch darüber hinaus werde ich nie alleine gelassen. 

Gerade hat die letzte Phase meiner Einarbeitung begonnen, diese findet im Zielbereich, also bei mir der ver.di Bezirk Saar-Trier statt. Die bisherige Jugendsekretärin Antje Koch, deren Stelle ich ab Oktober übernehme, hat mich bereits in der ver.di Jugend eingearbeitet und gibt mir gerade jetzt in der Übergangsphase immer wieder hilfreiche Tipps. Nicht nur sie sondern wirklich viele meiner Kolleg*innen haben mir ihre Hilfe angeboten. Das gibt mir natürlich mehr Sicherheit für meine zukünftige Arbeit.

Christiane Lehmann: Was für Wissen wurde euch inhaltlich vermittelt? Sind die Inhalte praxistauglich?

Fabienne Eli: Während des Programms durchlaufen wir über 30 Seminare, da kommt einiges an Wissen zusammen. Wir haben von Arbeits- und Sozialrecht, über gesellschaftspolitisches Grundwissen und Gewerkschaftsgeschichte bis hin zum eigenen Rollenverständnisses wirklich alles gemacht. 

Auf in die berufliche Zukunft als Jugend-Sekretärin bei ver.di

Christiane Lehmann: Im September endet dein Traineeprogramm. Freust du dich darauf? Was sind deine Wünsche für das letzte Stück der Ausbildung?

Fabienne Eli: Ich sehe dem Ende der Trainee-Zeit mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen. Es ist gerade natürlich eine wahnsinnig tolle Zeit, ich weiß es zu schätzen, mich in dem Maße weiterbilden zu dürfen. Ich hoffe außerdem, dass etwas Normalität zurückkehrt. Wenn alles gut läuft, kann vielleicht im Sommer ein persönlicher Kontakt mit meinen Ehrenamtlichen in der Jugend stattfinden und ich kann richtig in die betriebliche Arbeit einsteigen. Ich freue mich schon jetzt wahnsinnig auf meine Aufgaben als Gewerkschaftssekretärin im Bereich Jugend, – im ver.di-Jargon auch „JuSek“ (=Jugendsekretärin). Auch ein Learning aus diesem Jahr: Bei ver.di haben wir für alles Abkürzungen!

Ach so: Außerdem bekommen wir von OPE (die zuständige Stelle auf Bundesebene für unser Trainee-Programm) eine Abschlussfeier bezahlt. Ich hoffe wirklich sehr darauf, meinen Abschluss gemeinsam mit meinen Mit-Trainees in Präsenz feiern zu können. 

Christiane Lehmann: Verständlich! Vielen Dank für den ausführlichen Bericht. Alles Gute für die letzte Etappe und darauf, dass du dieses ungewöhnliche Jahr mit deinen Kolleg*innen in Saar-Trier und deinen Mit-Trainees noch feiern kannst! Wir freuen uns schon auf den Bericht aus deinem ersten Jahr als JuSek! (Immer diese Abkürzungen!)

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