Foto: Kay.Herschelmann

Wir haben Mitglieder der ver.di-Bundestarifkommission (BTK) gefragt, wie sie zum Abschluss der aktuellen Tarifrunde der Länder stehen. Die Tarifkommission ist bei ver.di das Gremium, das unter anderem über die Annahme eines Tarifabschlusses entscheidet. Die BTK besteht aus 100 stimmberechtigten gewählten ehrenamtlichen Mitgliedern und verschiedenen nicht-stimmberechtigten Hauptberuflichen (stimmberechtigt sind außerdem die Mitglieder des Bundesvorstands, deren Fachbereiche von den Tarifverhandlungen betroffen sind). Hier kommen unsere Ehrenamtlichen zu Wort.

Herrmann: „Wir konnten den Arbeitsvorgang abwenden“
Herrmann, BTK und VK-Mitglied

Moin, ich bin in der Verhandlungskommission und auch in der Bundestarifkommission (BTK). Ich muss sagen, wir hatten hier in Potsdam ganz schwierige Gespräche mit den Arbeitgebern. Wir haben von Sonntag auf Montag bis nachts um eins gesessen. Am nächsten Morgen ging es in die BTK, wo wir die Ergebnisse dann bewertet haben.

In den Verhandlungen hatten wir ja vor allem Pflege & Gesundheit in den Vordergrund gestellt. Wir hatten mehr gefordert, als wir bekommen haben – zufriedenstellend ist das Ergebnis nicht. Trotzdem: Wir haben die steuerfreie Einmalzahlung von 1.300 Euro durchsetzen können. Was wir abwenden konnten – und da bin ich froh drüber -, ist der „Arbeitsvorgang„, der Angriff auf bestehende Gehaltsstrukturen. Deswegen mussten wir die Kompromisse akzeptieren. Wir müssen jetzt die Kolleg*innen für 2023 organisieren, damit die Arbeitgeber merken, mit wem sie es zu tun haben.

Heike: „Wir haben mit Bauchgrummeln zugestimmt“
Heike, BTK-Mitglied

Es ist ein schwieriges Ergebnis, kein Grund zum Jubeln – aber mehr war nicht drin. Die Arbeitgeber haben uns mit dem Arbeitsvorgang erpresst. Wir haben das Ergebnis mit einem Bauchgrummeln angenommen, denn der Preis, das zu verlieren, was wir erreicht hatten, wäre am Ende zu hoch gewesen. Denn für den Gesundheitsbereich haben wir ja etwas erreicht. Wenn auch nicht die tabellenwirksame Erhöhung, die wir wollten, haben wir doch mit der Einmalzahlung für die unteren Lohngruppen eine starke soziale Komponente erzielt.

2023 müssen wir mehr erreichen, vor allem müssen wir die Arbeitskampfbereitschaft in den Ländern auch außerhalb der Unikliniken deutlich erhöhen. Nach der Runde ist vor der Runde!

Pauline: „Aus Sicht der ver.di Jugend können wir uns auf die Schulter klopfen!“
Pauline, BJTK-Mitglied

Aus Sicht der ver.di Jugend haben wir ein sehr gutes Ergebnis erzielt. Für unsere Azubis in den Krankenhäusern haben wir die Zulagen und die Lohnerhöhung von 70 Euro. Als Aktive freue ich mich besonders über die Gesprächszusage für den TV Stud. Dafür haben wir hart gekämpft und haben nun einen Grund weiterzukämpfen. Der TV STud lebt und er wird kommen. Ich freue mich darauf, ihn mit meiner Gewerkschaft ver.di durchzusetzen. Wir können uns auf die Schulter klopfen.

Margrit: „Mir ist die Einmalzahlung für die befristeten Abrbeitsverhältnisse an den Hochschulen wichtig“
Margrit, BTK-Mitglied

Angesichts der sehr schwierigen Bedingungen sowohl bei den Streiks als auch bei den Verhandlungen, die äußerst zäh waren, ist das Ergebnis am Ende akzeptabel. Klar haben wir mehr verdient, aber die Arbeitgeber sind offensichtlich anderer Meinung

Gerade für die vielen befristeten Arbeitsverhältnissen an den Hochschulen ist die Einmalzahlung gut. Weil sie unabhängig von der Länge des Arbeitsvertrages ausgezahlt wird, erhalten die Beschäftigten die Zahlung in voller Höhe.

Die Stimmen unserer Verhandlungsrundeführer*innen zum Abschluss und alle Infos zur Tarifrunde der Länder 2021 findet ihr unter https://unverzichtbar.verdi.de.

23 thoughts on “Tarifrunde / Länder 2021: „Wir mussten Kompromisse eingehen“ – Stimmen aus der ver.di Bundestarifkommission zum Abschluss

  • 1. Dezember 2021 um 13:20
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    In Ihrem Bericht schreiben Sie das Sie von den Arbeitgebern mit dem „Arbeitsvorgang“ erpresst wurden. Was meinen Sie damit. Ich kann mit diesen Begriff in diesem Zusammenhang überhaupt nichts anfangen. Wäre für die Zukunft schön, wenn sie solche Begrifflichkeiten auch erläutern könnten damit es jeder versteht. Danke.

    Antwort
    • 1. Dezember 2021 um 14:49
      Permalink

      Hallo Martin, mit deiner Anmerkung hast du absolut recht! Der Link ist eingefügt. Der „Arbeitsvorgang“ stellt die „Neubewertung“ von Tätigkeiten durch den Arbeitgeber dar. Wenn der zu dem Schluss kommt, dass man zu Anteilen Tätigkeiten ausführt, die nach Tabelle schlechter bezahlt werden, kann die gesamte Tätigkeit / der Beruf in der Tabelle dauerhaft herabgestuft werden. Es ist eine dauerhafte Abwertung von Berufen und Gehältern und birgt großes Einsparpotenzial für die AG. Viele Grüße!

      Antwort
  • 1. Dezember 2021 um 13:23
    Permalink

    Das war kein großer Wurf und ich zu tiefst enttäuscht.
    Das ist nicht das Potential was Verdi ausschöpfen kann.
    Denken wir nur mal an die Lokführer.
    Niemand auch Verdi versteht die Situation in den Krankenhäuser die 1300€ sind nur augenwischerei um die 2,8 Prozent Kröte zu schlucken danke für nichts.
    Wir sollen schon feiern weil wir was verhindert haben ich verstehe Verdi nicht mehr.

    Antwort
    • 1. Dezember 2021 um 22:30
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      Warum wurden die Gespräche nicht für gescheitert erklärt um dann mit einem erzwingungsstreik mehr und /oder besseres durch zu bekommen.Die Bereitschaft bei der Belegschaft bei uns im Betrieb war und ist vorhanden.

      Antwort
  • 1. Dezember 2021 um 13:29
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    In der Abteilung Pflege und Gesundheit gibt es noch mehr Berufe als nur die Pflege. Für die ist es ein Schlag ins Gesicht. Die Einmalzahlung ist m. E. als Coronaprämie zu sehen, diese sehe ich nicht als Lohnerhöhung. De facto gehen wir leer aus bis Dez. 22.
    Im z. B. Rettungsdienst gab es letztes Jahr keine staatliche Prämie wie in der Pflege. Und jetzt die 1300€ das erste Mal seit Beginn der Pandemie als Erfolg zu verkaufen ist mehr als frech.
    Jetzt das ganze am Beispiel einer Intensivpflegekeaft noch schön zu rechnen für alle ist unterste Schublade.

    Antwort
    • 1. Dezember 2021 um 19:09
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      Stell Dir vor, es gäbe eine Pflegekammer…..
      ZITTER NICHT !
      Ich sagte nur….stell Dir vor….

      Antwort
  • 1. Dezember 2021 um 14:28
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    Hören Sie bitte auf, hier diesen Abschluss zu rechtfertigen.
    Das kann nicht funktionieren.

    Der Beruf der professionell Pflegenden wurde NICHT aufgewertet.
    Es wurde absolut nichts unternommen um eine sach und fachgerechte Bezahlung zu erzeugen.
    Dass Zulagen, gerade so auf tvöd Niveau gehoben werden, ist das Minimum.
    Intensivpflegende sind die einzigen die ein wenig profitieren.
    Pflegende ohne schichtzulagen sind die größten Verlierer.
    Völlig am Interesse der Mitglieder vorbei.

    Dieser Abschluss ist die größte Blamage, für alle Pflegenden an Universitätskliniken.

    Schwed Oliver
    Fachrankenpfleger für Psychiatrie
    Zentraler Praxisanleiter

    Antwort
  • 1. Dezember 2021 um 15:28
    Permalink

    Mich haben Patienten angesprochen und praktisch bemitleidet um den Abschluss. Ich denke da war viel Luft nach oben
    Gertrud, 53J, Krankenschwester, die noch vom BAT profitiert

    Antwort
  • 1. Dezember 2021 um 17:27
    Permalink

    Lächerlich und alle ver.di Anhänger mit, macht selber, kämpft Ihr doch mal oder verhandelt. Wir sollen Hunderte Euro im Jahr an Beiträgen zahlen. Aber seit 2010 waren die Forderungen nie wichtig genug um sie durchzusetzen.
    2010 Forderung 5% bekommen 1,2
    2011 Forderung 3% +50 Euro bekommen 1,5
    2012 Forderung 6,5% bekommen 3,5
    2013 Forderung 6,5 bekommen 2,65
    2014 Forderung 3,5% + 100 Euro bekommen 3,0%
    2015 Forderung 5,5% bekommen 2,1
    2016 Forderung 6% bekommen 2,4
    2017 Forderung 6% bekommen 2%
    2018 Forderung 6 % bekommen 2,9%
    2019 Forderung 6% bekommen 3,1%
    2020 Forderung 4,8% bekommen 1,4%
    Und nicht einmal, wurden die Forderungen durchgesetzt also lächerlicher ver.ein. Ihr könnt nix, nur schwammige Ausreden und Schönreden. Erhöhung von 2,8 % im Dezember 22, für einen Vertrag der im September 21 ausgelaufen ist, ich schmeiß mich weg.
    15 Monate Nullrunde, und das in der jetzigen zeit. Ich könnte Ko…

    Antwort
  • 1. Dezember 2021 um 18:17
    Permalink

    Hallo,
    Ich bin sehr enttäuscht von dernVerhandlungen… Ich bin der Meinung man hätte es noch mehr auf Streik drauf ankommen lassen mußen… Und es wäre für den Osten eine Arbeitszeit Anpassung möglich gewesen und es hätte sich jede Pflegekraft in drei Schichten und rollende Woche gefreut, wenn sie die Pause nicht mehr raus arbeiten muss… Selbst jetzt rennen die Pflegekräfte in die freie Wirtschaft, weil da mehr zu holen ist… Für mich heißt es das ich mir jetzt überlege ob ich im öffentlichen Dienst bleiben und bei der verdi bleiben will …

    Antwort
  • 1. Dezember 2021 um 22:03
    Permalink

    Es ist für mich unfassbar, dass so ein schlechter Tarifabschluss zustande gekommen ist, gerade jetzt, wo die Personalsituation und die hohe Arbeitsbelastung in den Kliniken/Intensivstationen wegen zunehmender Corona – Fälle schon wieder so prekär ist.
    Als Verdi-Mitglied fühle ich mich über den Tisch gezogen.
    Die Schönfärberei des Tarifabschlusses von Herrn Werneke ist, ehrlich gesagt, beschämend und zeugt von einer großspurigen Missachtung aller im Pflegebereich tätigen.
    Es wäre gerade jetzt ein gutes Zeichen für alle im Pflegebereich gewesen, hier einen ordentlichen Tarifabschluss zustande zu bringen.
    Leider muss ich sagen, der Tarifabschluss ist eine riesengroße Schw………ei.

    Mit Herrn Claus Weselsky, von der GDL wäre uns das wohl nicht passiert.

    Antwort
  • 2. Dezember 2021 um 9:47
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    Nach einer äußerst mageren Erhöhung von 1,4 % für 2021 nun eine 14-monatige Nullrunde.
    Das bedeutet insbesondere bei der aktuellen Inflation einen massiven Reallohnverlust von mindestens 3 % für die Dauer von 2 Jahren, der sich noch ausweiten könnte, da die darauf folgende Erhöhung von 2,8 % nur mit Glück einen Inflationsausgleich darstellen wird.
    Wer so einem Abschluss zustimmt, ist seines Ehrenamtes nicht wert.
    Schaut hier keiner über den Tellerrand hinaus?
    Die Verhinderung des Arbeitsvorganges kann da kaum als Argument dienen den Abschluss schön zu reden. Die AG werden auch in 2 Jahren mit irgend etwas kommen, was es zu verhindern gilt. (die haben ja jetzt gemerkt, wie leicht es ist, einen mageren Abschluss zu erzwingen). Lässt man sich dann erneut erpressen?
    Offensichtlich hatte man keine Lust sich über eine dritte Runde hinaus zu engagieren.
    Alleine die Tatsache, sich in den letzten Jahren immer 2 Runden lang hinhalten zu lassen spricht für sich.

    Antwort
    • 2. Dezember 2021 um 13:06
      Permalink

      Hallo Marcel, das Thema „Arbeitsvorgang“ liegt beim BAG. Wir gehen davon aus, dass das Thema bis zur nächsten Runde juristisch geklärt und damit vom Tisch ist. Und warum wir einen Kompromiss eingegangen sind, der wirklich nicht besonders, aber nach unserer Einschätzung das Bestmögliche ist: DAS genau ist die Aufgabe unserer Verhandlungsführer*innen und den Mitgliedern der BTK: Sie sind Verhandlungsprofis, ausgestattet mit Know-how aus vergangenen Verhandlungen und Intuition, die wissen, wie weit sie gehen können und ab wann man das Erreichte ggf. verliert.

      Und: Die beiden letzten Verhandlungen im öD waren von rasant steigenden Corona-Zahlen begleitet, was den Arbeitgebern in die Hände spielt. Ganz ehrlich: Mit einem möglichen Lockdown und vor allem der steigenden Auslastung in den Intensivstationen: Wie lange hätte das Pflegepersonal noch durchgehalten? – Ganz zu schweigen vom zu niedrigen Organisationsgrad in den anderen Bereichen- da sind wir sehr stolz auf unsere aktiven Mitglieder. Trotzdem waren sie in dieser Runde zu wenige für einen Erzwingungsstreik. Auch wenn es abgenudelt klingt: Nur Organisationsmacht führt zu Handlungsmacht. Nicht andersherum.

      Antwort
    • 3. Dezember 2021 um 10:53
      Permalink

      Es fehlt mir ein wenig eine ehrliche Selbstkritik.Den miesen Abschluss auch damit zu begründen das der „niedrige Organisationsgrad“in den Betrieben für den wirklich schlechten Abschluss mit verantwortlich ist,ist das übliche Ritual bei miesen Tarifabschlüssen.Tarifsteigerungen sollten laut Spahn im Pflegebereich komplett refinanzieren werden.Das Ergebnis gerade für den Pflegebereich aber ist bei diesem Abschluss für mich nicht erkennbar.Und die Wertschätzung und Anerkennung der Leistung der Pflege wurde mal wieder in Die Mülltonne eines überdimensionierten von ritualisierten Tarifverhandlungsprozessen trägen bürokratischen und Selbstgefälligen Apparat geworfen.Zum Glück (oder aber auch leider)gewöhnt man sich im Pflegeberuf an Enttäuschung und das Vertrauen in Interessensinstitutionen wie Verdi oder auch einer Pflegekammer ist deshalb nicht gerade gross.Dieser Abschluss wird gerade im Pflegebereich nicht unbedingt dazu führen den Organisationsgrad in den Betrieben zu erhöhen.Diese Chance wurden von Verdi grandios versammelt.

      Antwort
  • 2. Dezember 2021 um 10:08
    Permalink

    Ich bin zum tiefst enttäuscht von Verdi mit dieser Tarif Abschluss.
    Nulltarif für 14 Monate, bei monatlichen Inflation 3-5 % für mich ist absolut keine gute Ergebnis.
    Corona Prämie kann nicht als Lohnerhöhung gezählt werden.

    Antwort
  • 3. Dezember 2021 um 7:40
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    Nur leider wird mit diesem Abschluss die angesprochene „Organisationsmacht“ sinken.
    Ich jedenfalls werde, falls die Tarifkommission diesem Ergebnis zustimmt, meine langjährige VERDI-Mitgliedschaft beenden!

    Antwort
  • 3. Dezember 2021 um 10:55
    Permalink

    Es fehlt mir ein wenig eine ehrliche Selbstkritik.Den miesen Abschluss auch damit zu begründen das der „niedrige Organisationsgrad“in den Betrieben für den wirklich schlechten Abschluss mit verantwortlich ist,ist das übliche Ritual bei miesen Tarifabschlüssen.Tarifsteigerungen sollten laut Spahn im Pflegebereich komplett refinanzieren werden.Das Ergebnis gerade für den Pflegebereich aber ist bei diesem Abschluss für mich nicht erkennbar.Und die Wertschätzung und Anerkennung der Leistung der Pflege wurde mal wieder in Die Mülltonne eines überdimensionierten von ritualisierten Tarifverhandlungsprozessen trägen bürokratischen und Selbstgefälligen Apparat geworfen.Zum Glück (oder aber auch leider)gewöhnt man sich im Pflegeberuf an Enttäuschung und das Vertrauen in Interessensinstitutionen wie Verdi oder auch einer Pflegekammer ist deshalb nicht gerade gross.Dieser Abschluss wird gerade im Pflegebereich nicht unbedingt dazu führen den Organisationsgrad in den Betrieben zu erhöhen.Diese Chance wurden von Verdi grandios versammelt.

    Antwort
  • 5. Dezember 2021 um 10:30
    Permalink

    Na da hatten die Länder doch mal Glück… im Gegensatz zu uns Bundesangestellten kamen sie ja ganz gut weg :/ schade, dass beim tvöd des Bundes so viel schlechter verhandelt wurde. Ver.di lohnt sich echt nicht mehr.

    Antwort
  • 8. Dezember 2021 um 14:54
    Permalink

    Zum Glüch arbeite ich nicht im öffentlichen Dienst. Wenn meine Gewerkschaft so einen Tarifvertrag in so einer Situation abgeschlossen hätte, ich würde sofort austreten. Da fragt man sich doch wessen Interessen hier vertreten werden. Das sind ja fast 10% Reallohnverlust seit dem letzen Tarifvertrag. Gehts noch?

    Antwort
  • 9. Dezember 2021 um 14:49
    Permalink

    Vor der letzten Verhandlungsrunde noch die Kampfbereitschaft signalisieren und dann ohne Not bei einem solchen Abschluss einzuknicken… Die Entäuschung ist riesig und viele Betroffene sehen sich einfach nur von Verdi für einen richtig schlechten Kompromiss verkauft. Wo ist den die Wertschätzung und Anerkennung geblieben, ich sehe sie nicht. Was hätte denn gegen flächendeckende Streiks gesprochen, um den angestauten Unmut zu zeigen… Nichts. Hat verdi tatsächlich die Vorstellung seine Mitglieder halten zu können, mit Einmalzahlungen, die sich im Folgejahr in Rauch auflösen und mit einer durchschnittlichen Tarifsteigerung von jhrl. 1,2-1,3% bei voraussichtlich mind. 3% Inflation pro Jahr in den nächsten beiden Jahren (wobei die reale Inflation vernutlich sogar noch höher sein wird), d.h. Reallohnverlust von mind. 3,5%-4% als Ergebnis. Vielen Dank Herr Werneke… und die Tarifkommission wird dem dann auch noch zustimmen. Verdi go home…

    Antwort
  • 21. Dezember 2021 um 15:04
    Permalink

    1300€ Steuerfrei? Ist das wirklich so? oder wird das am Ende auf die Steuer drauf geschlagen?

    Ferner haben die 1300€ weitere Auswirkungen. Z.B. beim Wohngeld , Kinderzuschlag etc. Im Hochmietgebiet wie München bleibt da wohl nichts übrig, da auf einen Schlag 1300€ Einkommen zusätzlich vorhanden ist. Da wird dann schön Wohngeld un Kinderzuschlag gekürzt. Aber das ist den von BTK egal. Hätte man statt dessen die 1300 durch die Monate geteilt.
    Es zeigt dass die BTK weit weg von den Arbeitnehmern ist. Konsequenz ist das kündigen bei Ver.di.
    Das wirkt dann erst einmal wie eine Gehaltserhöhung.

    Antwort

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