Mitmachaktion: Beschäftigte erzählen, wie Corona ihre Arbeit verändert

Der Ausbruch der Corona-Pandemie ist gerade ein paar Wochen her. Experten sagen, wir stünden immer noch am Anfang. Dennoch hat sich bereits jetzt unser aller Arbeitsleben grundlegend verändert. Stillstand und Existenzängste bei den einen: Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit oder drohende Privat-Insolvenz. Andere können im Home Office mehr oder weniger eingeschränkt weiter arbeiten. Lagerkoller inklusive.

Die dritte große Gruppe gilt als „systemrelevant“. Diese Menschen in ganz unterschiedlichen Berufen sorgen dafür, dass unser Leben auch unter den nie da gewesenen Umständen irgendwie weiter funktioniert und dass wir im Krankheitsfall versorgt werden. Wir haben sie per Videochat gefragt: Wie hat sich euer Leben, euer Arbeitsalltag verändert seit der Krise? Was sind die neuen Herausforderungen und was braucht ihr, um diese zu bewältigen?

Angelina Hacker, Großhandel: „Wir schieben Überstunden ohne Ende“

Erzählt uns von eurem neuen Alltag in der Krise!

Wir möchten von euch wissen, wie wie ihr zurzeit arbeitet – oder eben nicht arbeitet. Was hat sich verändert und was sind eure größten Sorgen? Wer Lust hat, uns von seiner gegenwärtigen beruflichen Situation zu erzählen, kann direkt unter dem Artikel kommentieren, darf uns Videos oder Texte senden, oder einfach seine Kontaktdaten mit ein paar Stichpunkten zur Situation an onlineredaktion@verdi.de schicken. Ach so: Wir verzichten bei kritischen Beiträgen gegebenenfalls auf die Namensnennung.

PS: Mehr Interviews findet ihr auf unserer Themenseite zur Corona-Pandemie.


Birgit Biester, Sparkasse: Mit der Familie im Home Office

Isolde Droefke, Einzelhandel: Total gestresst von Hamsterkäufern


Silke Behrends, Altenpflege: "Wir sind am Limit"




Katharina-Sophia Gerking, Jobcenter: Kolleg*innen aus anderen Abteilungen helfen im Leistungsbereich aus, weil wir das unbedingt zusammen stemmen wollen


Annette Giese, Sozialarbeit: Das Schlimmste wäre Quarantäne in der Einrichtung - vor allem für die Mädchen


Joana Ortleb, Intensivpflege: Ich habe Angst vor Ansteckung


One thought on “Am Limit – Mein Arbeitsalltag in der Corona-Krise

  • 17. April 2020 um 20:38
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    Ich arbeite in einem Alten und Pflegeheim mit 90 Bewohnern als Alltagsbegleitung.Seit corona hat sich unser Arbeitsalltag sehr verändert.Unsere Bewohner müssen auf den Zimmern bleiben und das heisst für uns nicht nur mehr Arbeitsaufwand sondern auch dass wir dem Unmut den Ängsten aber auch der Aggressivität vieler Berwohner ausgesetzt sind.wir sind nicht nur für die essensausgabe sondern auch für die Reinigung und Wäscheversorgung der Bewohner zuständig.Wir sind also genauso wie unsere Kollegen der Pflege dem Risiko einer Ansteckung mit Corona ausgesetzt.Was mich aber wirklich wütend macht ist die Tatsache dass nur unsere Kollegen der Pflege einen Corona Bonus erhalten,wir als Alltagsbegleiter sowie die Kollegen in der Küche diesen Bonus nicht erhalten. Wo ist bitte da die Gerechtigkeit? Wir leisten genauso viel und machen in dieser Zeit genauso überstunden wie unsere Kollegen der Pflege. Warum diese Unterschiede wenn wir alle im gleichen Haus arbeiten. Sind wir weniger wert?

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