Mein Name ist Sina, ich bin 31 Jahre alt und Erzieherin in Hannover. Seit zehn Jahren arbeite ich im Kindertagestättenbereich in einer großen Einrichtung, die insgesamt ca. 100 Kinder besuchen. Dort betreue ich Kleinkinder zwischen eins und drei. Seit März 2020 bin ich ordentliches Mitglied im Personalrat und bin teilweise freigestellt. Für mich stand fest, dass ich unbedingt mit Menschen arbeiten möchte …

Berufswunsch Erzieherin – die richtige Entscheidung 

Ich habe dann nach der Schule zwei Praktika gemacht. Das erste Praktikum war direkt im Kindergarten und hat mir total zugesagt. Die Altenpflege fand ich zu dem Zeitpunkt auch spannend, aber durch das Praktikum habe ich schnell festgestellt, dass der Beruf mir psychisch zu nah geht. So stand meine Entscheidung nach den beiden Praktika fest: Ich werde Erzieherin! Nach vier Jahren Ausbildung und insgesamt gut elf Jahren als Erzieherin bin ich über meine Entscheidung, mit Kindern zu arbeiten, immer noch sehr glücklich.

Wenn jemand mich fragt, wie mein Berufsalltag aussieht, sage ich gerne: Meine Arbeit ist wie jeden Tag Kindergeburtstag. Da ist einfach acht Stunden Programm. Das ist sehr anstrengend, aber auch sehr schön. Aber das ist natürlich eher anekdotisch gemeint, wir haben ja einen Bildungsauftrag. Wir fördern die Kinder und unterstützen sie in ihrer Entwicklung. So legen wir schon in der Kita den Grundstein dafür, dass die Kinder später erfolgreich an der Gesellschaft teilhaben können.

Pädagogisches Arbeiten mit offenem Konzept

Wenn nicht gerade eine Pandemie durchs Land zieht, arbeiten wir in unserer Einrichtung nach einem offenen Konzept, ohne feste Kita-Gruppen, die sich immer im gleichen Raum treffen. Das heißt, wir haben Funktionsräume und die Kinder können frei entscheiden, womit sie sich beschäftigen wollen oder was sie lernen wollen, ganz nach ihren eigenen Interessen. Auch ihre Bezugsperson können die Kinder selbst wählen. Gruppen existieren bei uns quasi nur auf dem Papier. Aber klar: Um dieses Konzept umzusetzen, brauchen wir ausreichend Fachkräfte und Heilpädagog*innen für die Anzahl der Kinder, die wir auf diese Art betreuen.

Zu den besonderen Momenten in meinem Beruf zählt für mich die Eingewöhnung eines Kindes in die Kita. Da steht das einzelne Kind im Vordergrund und gibt das Tempo vor. Deshalb sieht jede Eingewöhnung anders aus. Für viele Eltern sind wir außerdem die erste Stelle, der sie ihr Kind anvertrauen. Wenn ich also ein Kind in die Kita eingewöhne, brauchen auch die Eltern eine enge Betreuung. 

Kita-Alltag zwischen Anspruch und Wirklichkeit 

Und da bin ich schon bei einem der größten Knackpunkte in meinem Beruf: So eine individuelle Betreuung ist anspruchsvoll und braucht ausreichend Zeit. Aktuell ist es so, dass der Personalschlüssel bei uns in der Einrichtung im Kleinkindbereich drei Fachkräfte für 15 Kinder vorsieht. Im Gruppengeschehen bin ich also eigentlich für fünf Kleinkinder im Alter von ein bis drei Jahren zuständig. Der Personalschlüssel ist definitiv zu knapp bemessen. Das erlebe ich immer wieder am eigenen Leib.

Gerade heute war ich mit neun Kindern, einer weiteren Fachkraft und zwei tollen Praktikant*innen im Naturkunde-Museum. Und trotzdem hatte ich keine Möglichkeit mal eine Eins-zu-Eins-Situation mit einem Kind zu erschaffen und z.B. die ausgestellten Tiere etwas genauer zu erklären. Dabei hatten wir in dem Moment ja sogar einen ganz guten Personalschlüssel. 

Im Arbeitsalltag kann ich aber noch nicht mal davon ausgehen, dass wirklich immer die Regelbesetzung von drei Fachkräften pro Gruppe da ist. Denn wir alle haben ja einen Urlaubsanspruch. Und natürlich werden Kolleg*innen auch mal krank oder fahren zu Fortbildungen. Oft sind wir also nur zwei Fachkräfte für 15 Kinder. So kann man aber nicht arbeiten. Unter diesen Bedingungen kommen wir nicht zu mehr als zu einem „Aufbewahren“ der Kinder. Häufig kann ich gar nicht das vermitteln, was ich für wichtig halte. Dafür fehlt mir einfach die Zeit. 

Kita: Fachkräftemangel ist Alltag

Bei Kleinkindern sind eigentlich auch Einzelangebote notwendig. Aber das ist schwierig umzusetzen, wenn man zu zweit für 15 Kinder verantwortlich ist. Ziehe ich mich mit einem Kind zurück, wie zum Beispiel bei der Eingewöhnung von einem neuen Kind, ist meine Kolleg*in mit 14 Kleinkindern allein. Und selbst wenn wir laut unserem Personalschlüssel voll besetzt sind, wenn also drei Fachkräfte für 15 Kleinkinder da sind, können wir eine „Eins zu Eins“- Betreuung kaum leisten. In der Eingewöhnung ist aber ja genau das nötig.

Unter diesen Arbeitsbedingungen leiden natürlich vor allem die Kinder. Kleinkinder brauchen sehr viel Nähe, Aufmerksamkeit und Zuwendung. Sie alle wollen gerne mal auf den Arm genommen werden, auf dem Schoß sitzen, ein Buch vorgelesen bekommen und so weiter. Aber ich habe halt nur zwei Arme. Es ist quasi unmöglich, allen Kindern gerecht zu werden. Meinem eigenen Anspruch an meine Arbeit kann ich aufgrund der Arbeitsbedingungen oft nicht gerecht werden. Das frustriert mich auf Dauer zutiefst. 

Das Kindertagesstättengesetz geht am Kita-Alltag vorbei

Noch schwieriger wird die Arbeit durch Maßgaben oder Gesetze, die gut gemeint, aber völlig realitätsfern sind. Dazu gehört das neue Kindertagesstättengesetz, das gute Ansätze hat, uns im Arbeitsalltag aber vor zusätzliche Schwierigkeiten stellt, weil es die sowieso bestehende Personalknappheit einfach ignoriert. Unsere Einrichtung arbeitet integrativ. Das Gesetz schreibt vor, dass in Gruppen, in denen ein Kind mit integrativem Bedarf betreut wird, immer ein*e Heilpädagog*in anwesend sein muss. Das ist fachlich gesehen richtig. 

Uns steht aber kein*e Ersatz-Heilpädagog*in zur Verfügung. Für uns bedeutet das: Sobald unser*e Heilpädagog*in krank ist, Urlaub hat oder aus anderen Gründen nicht anwesend sein kann, muss die gesamte Kita-Gruppe geschlossen werden.

Das übt auf der einen Seite einen immensen Druck auf die Heilpädagog*innen aus. Auf der anderen Seite geraten meine Kolleg*innen und ich häufig in Auseinandersetzungen mit Eltern, wenn wir ihnen erklären müssen, wieso die Kita-Gruppe ihres Kindes am nächsten Tag geschlossen ist. Da kommt uns sehr viel Frust entgegen – dabei sind wir nur die Übermittler*innen der schlechten Nachrichten. Solche Gespräche sind echt belastend, weil wir uns diese Regelung ja auch nicht ausgedacht haben, sie aber den Eltern gegenüber vertreten müssen.

Inzwischen wurde zwar eine Karenzzeit von drei Tagen eingeräumt, an denen integrative Gruppen auch ohne Heilpädagog*in geöffnet bleiben dürfen. Aber das entzerrt die Situation nicht wirklich. Wenn ein*e Heilpädagog*in eine Woche Urlaub hat, muss die gesamte integrative Kita-Gruppe trotzdem für zwei Tage geschlossen werden.

Seit einigen Tagen gilt in unserer Einrichtung deshalb nun eine Sonderregelung: Wenn wir andere Fachkräfte umverteilen, kann die integrative Kita-Gruppe übergangsweise auch ohne Heilpädagog*in geöffnet bleiben. In vielen anderen Einrichtungen sieht das allerdings noch immer anders aus. Mit dem entsprechenden Konfliktpotenzial. Grundsätzlich finde ich die Regelung ja richtig. Doch um sie sinnvoll umzusetzen, brauchen wir einfach mehr Heilpädagog*innen.

Omikron hat uns in der Kita voll erwischt

Die Omikron-Welle hatte uns voll erwischt. Da waren zu Höchstzeiten 14 Kolleg*innen von 25 Beschäftigten in der Einrichtung gleichzeitig an Corona erkrankt. Obwohl wir alle geimpft und sogar geboostert sind. Das war echt heftig. Wir bekamen quasi täglich neue Hiobsbotschaften von kurzfristigen Ausfällen und mussten super viel Flexibilität bei der Personalplanung beweisen. Das ist nach wie vor eine enorme Belastung. 

Wenn ich morgens in die Kita komme und im Kalender wieder viele rote Einträge für kranke Kolleg*innen sehe, beneide ich als Vollzeitkraft manchmal ehrlich gesagt die Teilzeitkräfte. Die haben diesen Stress nicht acht Stunden lang. Inzwischen hat sich die Corona-Lage im Team zwar wieder etwas beruhigt, aber der Wunsch nach Normalität wird bei mir echt immer größer. Momentan halte ich nur noch durch und hoffe auf ein Licht am Ende des Corona-Tunnels. Den Beruf wegen der angespannten Situation aufzugeben ist für mich aber trotzdem keine Option, denn ich bin unheimlich gerne Erzieherin. Außerdem fühle ich mich als Personalrätin auch für meine Kolleg*innen verantwortlich.

Die Angst vor Ansteckung ist bei unserer Arbeit immer präsent

Viele meiner Kolleg*innen haben Angst vor einer Ansteckung mit Corona, deshalb haben wir die Regelung eingeführt, dass unser gesamtes Team sich jetzt täglich testet, um wenigstens ein gewisses Gefühl der Sicherheit zu haben. Außerdem haben wir uns darauf geeinigt, auch schon bei einem Schnupfen oder anderen leichten Erkältungssymptomen zuhause zu bleiben. Auch wenn das natürlich auf der anderen Seite bedeutet, dass wieder eine Fachkraft weniger vor Ort ist.

Ansonsten versuche ich den Kolleg*innen ihre Sorgen vor einer Ansteckung auch in persönlichen Gesprächen zu nehmen. Aber das ist nicht einfach, wenn jemand gestern noch eng mit einer Beschäftigten zusammen gearbeitet hat, die heute komplett flach liegt. 

Die Omikron-Welle ist tatsächlich der erste Moment gewesen, in dem ich selbst das Gefühl hatte, die Kontrolle zu verlieren. So schlimm hatte die Pandemie uns vorher nicht getroffen. Darüber rede ich viel mit meinen Kolleg*innen und wir helfen uns gegenseitig. Wenn jemand krank wird, kaufe ich auch schon mal ein und stelle den Einkauf vor der Wohnungstür ab.   

Fatalismus als Überlebensstrategie

Im Kleinkindbereich arbeiten wir ohne Masken, da die Kinder durch die Mimik viel lernen und erfassen. Inzwischen habe ich mich damit abgefunden, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis auch mein Test positiv ausfällt. Ich habe so eine merkwürdige „Scheiß-Egal-Haltung“ entwickelt, weil ich eine Ansteckung wohl kaum abwenden kann. Höchstwahrscheinlich wird das auf der Arbeit passieren, denn dort kann ich meine Kontakte nicht einschränken.

Das strahlt natürlich in mein Privatleben aus, da gibt es zum Teil heftige Einschnitte. Mein Vater ist schwer krank. Sobald eine Kolleg*in oder ein Kind aus der Kita positiv getestet wird, treffe ich meinen Vater nicht mehr, auch wenn mein eigenes Testergebnis negativ ist. Denn ich würde es mir nicht verzeihen, diejenige zu sein, die Corona zu ihm trägt. Das würde er nicht überstehen. 

Die Kitas zu schließen ist für mich aber auch keine Lösung, weil den Kindern dann die Bildung fehlt. Ich würde mir ein System wünschen, das meinen Kolleg*innen, den Eltern, den Kindern und mir mehr Sicherheit gibt. Die geplante Testpflicht für Kindergartenkinder ab drei Jahren, müsste z.B. auch für die Kleinkinder unter drei Jahren gelten. Dieser Bereich fällt bisher immer hintenüber, da wird in Bezug auf Sicherheit bisher gefühlt gar nichts gemacht. Das muss aber unbedingt mitgedacht werden.

Mehr Unsicherheit, mehr zwischenmenschliche Arbeit

Durch die Pandemie gehen wir alle auf dem Zahnfleisch. Auch die Eltern sind inzwischen am Rande ihrer Belastungsgrenze. Zur Angst um ihre Kinder und vor einer möglichen Ansteckung kommt für die Eltern die ständige Unsicherheit, ob sie ihr Kind am nächsten Tag in die Kita bringen können. Sei es wegen eines Corona-Falls in der Gruppe und der entsprechenden Quarantäne-Regeln, wegen Personalausfall oder wegen neuer Vorschriften zum Infektionsschutz.

All diese Unsicherheitsfaktoren müssen wir den Eltern nahebringen und ihnen die Notwendigkeit der Maßnahmen vermitteln. Das ist sehr viel zwischenmenschliche Arbeit und bedeutet zusätzlichen Stress. Ich habe schon an einigen Wochenenden Überstunden gemacht und Eltern abtelefoniert, um ihnen rechtzeitig zu sagen, dass ihre Kinder am Montag früh nicht in die Kita kommen können, sondern in Quarantäne müssen. 

Auch unsere Leitung stemmt seit Corona ein erhebliches Maß an Mehrarbeit. Sie macht sich mit den immer neuen Corona-Verordnungen zum Infektionsschutz inhaltlich vertraut, die teilweise am Freitag veröffentlicht und am Montag umgesetzt werden müssen. Die entsprechenden Infos gibt sie dann ans Team weiter. Außerdem informiert sie die Eltern und führt Kontaktlisten für das Gesundheitsamt. Um nur einige zusätzliche Aufgaben zu nennen, die auf den Berg Arbeit hinzukommen, der ohnehin täglich zu bewältigen ist. Für all diese administrativen Aufgaben ist unsere Leitung freigestellt. Wenn aber so wie bei Omikron unheimlich viele Fachkräfte ausfallen, dann hilft sie auch noch im laufenden Betrieb mit und Leitungstätigkeiten bleiben auf der Strecke. Das alles zehrt auf Dauer und wird bis heute kaum honoriert. Das muss sich ändern.

Corona bedeutet Mehrarbeit für Erzieher*innen

Dazu kommt dann die Mehrarbeit im normalen Arbeitsalltag – mit Eltern, Kindern und im Team. Ein Beispiel sind die Abhol- und Bring-Situationen, die momentan nur vor der Tür stattfinden. Aktuell dürfen die Eltern nicht mehr in die Kita, darunter leiden die sogenannten „Tür- und Angelgespräche“, also die kurzen, ungezwungenen Elterngespräche. Aber für meine Kolleg*innen und mich bedeutet es auch, dass wir alle Kinder selbst aus- und anziehen, was sonst die Eltern übernehmen. Zu Hochzeiten sind das morgens auf einen Schlag 30 bis 35 Kinder. Und nachmittags kommt noch die Frage dazu, was die Kinder alles dabeigehabt haben. Kuscheltier, Schnuller, Flasche, wem gehört was? Das ist tatsächlich unheimlich anstrengend. Und zeitraubend. Nach einem langen Tag sind nicht nur wir müde, sondern auch die Kinder ab und an mal quengelig. Das kostet Nerven.  

Auch in der Kita: mehr Bürokratie durch Corona-Maßnahmen

Aber auch unsere Leiterin stemmt seit Corona ein erhebliches Maß an Mehrarbeit. Sie ist es, die sich mit den immer neuen Corona-Verordnungen zum Infektionsschutz vertraut machen muss, die teilweise am Freitag veröffentlicht und am Montag umgesetzt werden müssen. Die entsprechenden Infos gibt sie dann ans Team weiter. Außerdem informiert sie die Eltern und führt Kontaktlisten für das Gesundheitsamt. Um nur einige zusätzliche Aufgaben zu nennen, die auf den Berg Arbeit hinzukommen, der ohnehin täglich zu bewältigen ist. Eigentlich ist sie wegen all dieser administrativen Aufgaben freigestellt. Wenn aber so wie bei Omikron so viele Fachkräfte ausfallen, hilft sie im laufenden Betrieb mit. Die Leitungstätigkeiten bleiben dann notgedrungen auf der Strecke. Das alles zehrt auf Dauer und wird bis heute viel zu wenig honoriert. Das muss sich ändern.

Tarifrunde SuE 2022: Entlastung für alle, mehr Geld für Leitungsfunktionen

Mir persönlich geht es in der aktuellen Tarifrunde vor allem um die Verbesserung unserer Arbeitsbedingungen. Entlastung steht für mich an erster Stelle, denn so geht es nicht weiter. Damit ich so arbeiten kann, wie ich es mir vorstelle und wir den an uns gestellten Bildungsauftrag erfüllen können, brauchen wir in den Einrichtungen entweder kleinere Gruppen oder mehr Personal. Um Urlaube, Vorbereitungszeiten, Weiterbildungen und Ähnliches planen zu können, brauchen wir einfach einen Puffer. Der minimal notwendige Personalbedarf darf nicht Standard sein. 

Als Personalrätin erwarte ich von der aktuellen Tarifrunde im Sozial- und Erziehungsdienst außerdem eine Anpassung der Eingruppierung aller Kolleg*innen in Leitungspositionen. Die Verantwortung, die sie tragen, und die Mehrarbeit, die zu ihrer Rolle gehört, werden viel zu wenig honoriert. Genauso wichtig empfinde ich die finanzielle Anerkennung der Praxisanleitung. In unserer Einrichtung erhalten die Kolleg*innen, die diese Aufgabe übernehmen gar keine zusätzliche Vergütung für ihre Ausbilder*innentätigkeit. 

Tarifbotschafterin von Herzen

Wir müssen für die Arbeit in den Kitas unbedingt verbesserte Arbeitsbedingungen erreichen! Im Personalrat haben wir gemeinsam entschieden, dass wir uns für die kommende Tarifrunde alle als Tarifbotschafter*innen melden und versuchen, die Kolleg*innen für den Kampf für Entlastung zu begeistern. Ein bisschen aufgeregt bin ich natürlich auch. Aber welche Position könnte besser sein, als direkt von der Verhandlungsspitze die neuesten Infos zu den Tarifverhandlungen zu bekommen und diese an meine Kolleg*innen weitergeben zu können?! 

Du arbeitest ebenfalls in einem Sozial- und Erziehungsberuf und möchtest dich in der Tarifrunde 2022 engagieren? Hier findest du alle Infos, wie du dich einbringen kannst. Du möchtest mehr lesen, wie es deinen Kolleg*innen in den Sozial- und Erziehungsdiensten geht?

Das erste und das letzte Foto zeigen Sina, Kanus wir der Video-Clip. Alle anderen Bilder sind beispielhaft und zeigen nicht die Kita, in der Sina arbeitet.

3 thoughts on “Sina, Erzieherin in einer Kita: „Die Omikron-Welle hat uns voll erwischt“

  • 19. Februar 2022 um 23:53
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    Hi,

    erklärt es mir als Mitglied: Warum macht Ihr einen Blog, der Null läuft und gleichzeitig die Hütte brennt, was Reallöhne angeht?

    Antwort
  • 21. Februar 2022 um 20:44
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    Leider vermisse ich den Forderungen die Leitungsfreistellung. Dies wäre eine absolute Entlastung für alle Beschäftigten in der Kita. Leitung darf nicht in den Betreuungspersonal Schlüssel. Auch für Stellvertretung muss es Freistellungszeiten geben. Auch das stammen die Kollegen in der Arbeit mit den Kindern. Und Verfügungszeiten angerechnet auf die jeweiligen Sonderaufgaben der Kollegen Fakip, Sprachfachkraft, Elternbegleiter und und und…..auch bei den Forderungen ist noch Entwicklungsbedarf….

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  • 10. April 2022 um 21:25
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    Mir fehlt bei den Verhandlungen, dass nie über die Einstufung gesprochen wird.
    Laut meinen Berufsjahren, müsste ich mich in Stufe 5 befinden.
    Doch laut TVÖD werde ich bei einem Trägerwechsel in Stufe 1 eingruppiert.
    BERUFSERFAHRUNG ist in Deutschland nichts wert. Ich habe viele meiner Weiterbildungen selbst bezahlt und auch in meiner Freizeit gemacht. Einfach, weil ich engagiert war und mir es wichtig war. Und dies soll nun alles nichts mehr WERT sein? Nur weil ich ein Kind bekommen habe und kündigen musste, da meine alte Arbeitsstelle zur neuen Lebenssituation nicht mehr gepasst hat?
    Wir sprechen hier über Fachkräftemangel. Die Träger gehören verpflichtet alle Berufsjahre, auch außerhalb ihrer Trägerschaft anzuerkennen. Für mich bedeutet die Nichtanerkennung meiner Berufsjahre: Ich gehe in die Schweiz arbeiten. Dort wird meine Erfahrung auch finanziell wertgeschätzt. Somit werde auch ich auf dem Deutschen Arbeitsmarkt fehlen.
    Und wohlgemerkt: Ich erwarte KEIN Schweizer Gehalt in Deutschland. Nur die Anerkennung meiner Erfahrung.
    Ich liebe meinen Beruf. Ich weiß aber auch, was ich wert bin.

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