Fabienne Eli ist eine von 14 angehenden Gewerkschaftssekretär*innen, die zum 1. April 2020 ihre Trainee-Stelle bei ver.di angetreten haben – mitten in der Pandemie, mitten im Corona-Shutdown. Sie erzählt, wie sie ihren Start als ver.di-Trainee unter diesen ungewöhnlichen Bedingungen erlebt hat.

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Mitmachaktion: Beschäftigte erzählen, wie Corona ihre Arbeit verändert

Der Ausbruch der Corona-Pandemie ist gerade ein paar Wochen her. Experten sagen, wir stünden immer noch am Anfang. Dennoch hat sich bereits jetzt unser aller Arbeitsleben grundlegend verändert. Stillstand und Existenzängste bei den einen: Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit oder drohende Privat-Insolvenz. Andere können im Home Office mehr oder weniger eingeschränkt weiter arbeiten. Lagerkoller inklusive.

Die dritte große Gruppe gilt als „systemrelevant“. Diese Menschen in ganz unterschiedlichen Berufen sorgen dafür, dass unser Leben auch unter den nie da gewesenen Umständen irgendwie weiter funktioniert und dass wir im Krankheitsfall versorgt werden. Wir haben sie per Videochat gefragt: Wie hat sich euer Leben, euer Arbeitsalltag verändert seit der Krise? Was sind die neuen Herausforderungen und was braucht ihr, um diese zu bewältigen?

Angelina Hacker, Großhandel: „Wir schieben Überstunden ohne Ende“
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Dunkle Wolken ziehen über den Himmel, Orkantief Sabine kündigt sich an diesem regnerischen Februarvormitttag schon an. Wir sind auf dem Weg zur Stiftung Jugendhilfe aktiv in Esslingen, um Martin Auerbach zu treffen, der dort als Krisenmanager arbeitet. Das weitläufige Gelände der gemeinnützigen kirchlichen Stiftung der Diakonie Württemberg liegt auf einer Anhöhe mit Blick über die alte Burg hinweg auf die Stadt. In mehreren Gebäuden sind Wohngruppen und Mutter-Kind-Wohnungen untergebracht, es gibt eine eigene Schule, eine große Turnhalle, Spielplatz und Sportplatz – ein Ort zum Wohlfühlen für Kinder und Jugendliche.

Das Herzstück des Geländes ist ein altehrwürdiges Gebäude mit zartrosa Anstrich. Mosaikverzierte Steinböden und ein alter Brunnen schmücken das helle Foyer des Theodor-Rothschild-Hauses. Früher war es ein israelitisches Waisenhaus, wie uns Martin Auerbach bei der Begrüßung erklärt. 

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Arbeit in der Kita AWO Pohlstrasse, Tiergarten-Süd; Berlin, 15.01.2020 , © Christian Jungeblodt

Berlin-Schöneberg an einem frühen Nachmittag im Januar. Bei strahlendem Sonnenschein nähern wir uns unserem Ziel: der von der AWO betriebenen Kita Maulwurf. Wir, der Fotograf Christian und ich, treffen die Erzieherin Tanja Joppe, die uns an ihrem Arbeitsalltag teilhaben lässt.

Der Eingang von der Pohlstraße ist unauffällig. Vor uns liegt das Schulgebäude, auf dessen Gelände sich auch die Kita befindet. Erst vom Schulhof aus sieht man, wie weit sich das imposante Gründerzeitgebäude mit Türmchen nach hinten hinaus erstreckt.

Da ist es auch schon 13 Uhr und wir werden von Tanja herzlich empfangen. Es heißt Schuhe ausziehen und wir durchqueren zunächst den sehr geräumigen sogenannten Elementarbereich der Zwei bis Sechsjährigen.

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Wir blicken zurück auf den ver.di-Bundeskongress, der sich vom 22. bis zum 28. September 2019 zum fünften Mal in der Geschichte von ver.di konstituierte. Knapp 1000 ehrenamtliche Delegierte trafen sich für eine knappe Woche im Leipziger Messezentrum, um Gewerkschaftsrat und Bundesvorstand zu wählen und Grundsatzentscheidungen für die Gewerkschaftsarbeit der nächsten vier Jahre zu treffen. Knapp 500 Hauptamtliche sorgten für einen lückenlosen Ablauf des Kongresses und die Berichterstattung nach draußen. Wir haben im Nachgang die wirklich, wirklich wichtigen Zahlen & Fakten zum Kongress für euch zusammengetragen. Enjoy!

Diese Zahl umfasst Haupt- und Ehrenamtliche und Gäste, schließt also auch alle ver.di-Mitglieder mit ein, die nicht als Delegierte da waren. Wahrscheinlich waren nie alle gleichzeitig da, da Menschen später an- und früher abreisten.
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Foto: Kay Herschelmann

Wer sind eigentlich die Menschen in ver.di? Da Teile des Social-Media-Teams selbst neu sind in der ver.di-Familie, bot der fünfte ver.di-Bundeskongress eine gute Möglichkeit, Menschen in der Gewerkschaft kennen zu lernen. Am dritten Tag des Kongresses treffe ich Martina Rößmann-Wolf, die gerade neu gewählte Gewerkschaftsrats-Vorsitzende. Ihre rheinische Tonalität und ihre offene, unkomplizierte Art schaffen gleich eine angenehme Gesprächsatmosphäre, als ich sie an unserem Social-Media-Caravan treffe.

Erste Tage als ver.di-Gewerkschaftsrats-Vorsitzende

Christiane Lehmann: Hallo Martina, schön dass du dir für uns Zeit genommen hast! Erst mal herzlichen Glückwunsch zur Wahl zur Gewerkschaftsrats-Vorsitzenden. — Wie waren denn die ersten drei Tage in der neuen Funktion?  

Martina Rößmann-Wolf: Es fühlt sich noch ungewohnt an. Obwohl ich ja wusste, dass es höchstwahrscheinlich so kommt. Aber das Gefühl ist trotzdem da. Ich glaube, ich muss erst mal realisieren: Jetzt ist es so weit.

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Renate Sindt war bis März 2019 ehrenamtliche Vorsitzende des Landesverbands Niedersachsen-Bremen und seit 2015 Mitglied im ver.di Gewerkschaftsrat (GR), dem höchsten Gremium der Ehrenamtlichen. Ursprünglich kommt sie aus der Pflege. Auf dem Bundeskongress 2019 wird sie sich nicht wieder zur Wahl stellen.

Wir haben sie auf dem ver.di Bundeskongress an unseren Social-Media-Caravan geladen und anlässlich des Abschieds von ihrem Posten auf die Meilensteine ihres Wirkens in der Gewerkschaft zurückgeblickt.

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Hier ein paar Impressionen, wie wir den ersten Tag des ver.di Bundeskongresses 2019 erlebt haben. Ankunft, Insicht – und Besitznahme unseres Dauercamper-Areals und die Eröffnungsveranstaltung mit Begrüßung, Kulturprogramm, Reden u.a. des amtierenden Bundespräsidenten, eine tolle und wichtige Aktion der ver.di Jugend (siehe unten). Auch wichtig: anschließendes Get-together – schließlich treffen hier tausend haupt-und ehrenamtliche Mitglieder aus ganz Deutschland sowie internationale Gäste alle vier Jahre aufeinander.

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Wie fühlt es sich an, in einem Krankenhaus in der Pflege zu arbeiten? Man liest von schlechter Bezahlung, unzumutbaren Arbeitszeiten und Fachkräftemangel. Die Krankenpflegerin und Betriebsrätin Lilian „Lily“ Kilian erzählt uns von ihrem Arbeitsalltag auf einer psychiatrischen Station.

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