Ich bin Auszubildende zur Pflegefachfrau im Krankenhaus im ersten Ausbildungsjahr. Ich mag meine Ausbildung. Ich bin überzeugt, dass es eine tolle und absolut sinnvolle Arbeit ist. Und ich weiß, dass ich diese Arbeit von Herzen gerne tue! Aber schon nach dieser kurzen Zeit kann ich sagen: Es wird einem sehr schwer gemacht, gute Arbeit zu leisten! Wir können im Alltag unsere Arbeit nicht so machen, wie es vonnöten ist.

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Fabienne – über ein Jahr bei ver.di im Trainee-Programm

Wenn der Beginn der heiß ersehnten Weiterbildung genau mit einer weltweiten Pandemie zusammenfällt … Fabienne hat zum 1. April 2020 zusammen mit 13 weiteren Nachwuchs-Gewerkschaftssekretär*innen ihr Trainee-Programm begonnen – und uns vor einem Jahr von ihrem Einstieg unter diesen ganz besonderen Bedingungen auf diesem Blog erzählt. Ein gutes Jahr ver.di-Trainee-Programm ist mittlerweile um – und genauso lange begleitet uns auch die Corona-Pandemie. Wir haben Fabienne wieder getroffen und gefragt, wie es ihr und ihren Co-Trainees ergangen ist und welches Fazit sie aus – dem im übrigen neuen – Programm für ver.di-Nachwuchskräfte zieht.

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Melanie F., 45, ist als Gruppenhelferin in der Behindertenhilfe tätig. Die Mainzerin arbeitet bei einem gemeinnützigen Verein als Begleiterin im Bereich Wohnen mit Assistenz und finanziert so ihre Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin. Im Interview spricht Melanie darüber, welche großen Auswirkungen ihr Arbeitsalltag in der Pandemie auf ihr Privatleben hat.

ver.di: Ganz kurz vorab: Wieso hast du dich für eine Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin entschieden?

Melanie: Das war eine Bauchentscheidung. Ich bin mit Menschen mit Beeinträchtigungen groß geworden und habe nie Berührungsängste gehabt. In meinem vorherigen Beruf in einer IT-Consulting-Firma war ich nicht mehr glücklich. Ich kam irgendwann an den Punkt, dass ich beschlossen habe, mich beruflich zu verändern.

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Sie haben sich entschlossen, in der Tarifrunde der Länder (TdL) 2021 Gesicht zu zeigen! Marko, Sylvia und Marie sind – wie über 2 Millionen andere – Angestellte im öffentlichen Dienst beim Land und außerdem bei ver.di engagiert. Sie arbeiten in den unterschiedlichsten Berufen und werden euch in den nächsten Monaten durch die Tarifrunde begleiten. Sie erzählen aus ihrem Arbeitsalltag, benennen ihre Erwartungen, was sich verbessern muss, zeigen euch Bilder von Aktionen und Streiks, an denen sie teilnehmen, und kommentieren aus ihrer Sicht den Fortlauf der Verhandlungen. Heute stellen wir sie vor!

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der eingang zum amazon Fullfilment Center in Graben bei Augsburg bei Nacht

Franka ist seit einigen Jahren im Amazon-Versandzentrum Graben bei Augsburg beschäftigt. Als Pickerin besteht ihre Arbeit darin, die Bestellungen der Kunden zusammenzustellen. Dazu sucht sie im Lager die Artikel aus den Regalen zusammen. Hauptwerkzeuge ihrer Arbeit sind der Cart, ein Wagen mit Drehstapelbehältern, in dem die Produkte gesammelt werden, und ein Scanner.

Margarethe ist im Inventur- und Qualitätsmanagement. Sie überprüft, ob sich in den Regalfächern tatsächlich auch die Produkte befinden, die im System verzeichnet sind. Mit beiden konnten wir über ihre Arbeit bei dem berüchtigten Versandgroßhändler, vor allem im Pandemiejahr 2020, sprechen.

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ver.di: Hallo Mareike*, wer bist du und was machst du?  

Mareike: Ich bin staatlich anerkannte Erzieherin, 34 Jahre alt und arbeite seit vier Jahren in der stationären Kinder- und Jugendhilfe. Seit zwei Jahren als stellvertretende Gruppenleitung. Berufsbegleitend studiere ich im 5. Semester Soziale Arbeit. 

ver.di: Wie sah ein typischer Arbeitstag vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie aus?

Mareike: In unserer Wohngruppe betreuen wir zehn Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 17 Jahren. 365 Tage im Jahr, 24/7, sind wir für unsere Kids da. Egal ob Wochenende oder Feiertage: Wir schließen nie. Entweder mache ich Nachtdienste und bin bin von 12 Uhr mittags bis 9 Uhr morgens am Folgetag auf der Arbeit oder ich arbeite im Tagdienst von 12 bis 20 Uhr. Unsere Gruppenleitung deckt die Zeit von 8 bis 16 Uhr von Montag bis Freitag ab.

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Die Situation in den Kitas ist unübersichtlich. Die Empfehlungen der Ministerpräsidentenkonferenz vom 19. Januar 2021 gingen dahin, Kitas zu schließen, doch das Ergebnis war alles andere als einheitlich: Einige Bundesländer folgten der Empfehlung, schlossen ihre Kitas offiziell und bieten seitdem Notbetreuung an – allerdings mit unterschiedlich strenger Nachweispflicht, was große Folgen hat.

Andere Länder ließen Kitas weiterhin geöffnet, jedoch mit dem Appell an die Eltern, Kinder möglichst zu Hause zu betreuen. Der aktuelle Gipfel vom 10. Februar verfolgt die Idee einer einheitlichen Strategie dann auch nicht mehr weiter: Was mit den Kitas geschieht, ist nun auch offiziell Ländersache. Welche Konsequenzen hat diese unklare Situation aber für Erzieherinnen und Erzieher?

Denn egal, welche Regelung wo gilt oder galt: Viele Kitas sind fast so voll wie vor dem Lockdown. Die Corona-KiTa-Studie zeigt, dass die Auslastung im Januar in den Kindertageseinrichtungen mit 84 Prozent und in der Kindertagespflege mit 82 Prozent nahe am Regelbetrieb liegt.

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Der Möbelhaus-Besuch als sonntägliches Familien-Event? Der Verdauungsspaziergang nach dem Sonntagsbraten führt ins nächst gelegene Einkaufszentrum? Stressfrei Weihnachtsgeschenke shoppen? Oder – in seligen Vor-Corona-Zeiten – die Nacht von Samstag auf Sonntag durchtanzen und sich auf dem Heimweg noch schnell fürs späte Frühstück eindecken?

Der verkaufsoffene Sonntag klingt für viele erst mal attraktiv – wir geben euch gute Argumente an die Hand, weshalb wir davon überzeugt sind, dass der Preis fürs Sonntags-Shopping zu hoch ist. Bezahlen müssen ihn – nicht nur – die Beschäftigten.

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Foto: KAY HERSCHELMANN

Christiane Lehmann: Hallo Aydan, schön dass du dir Zeit für uns genommen hast. Wir wollen uns heute über die gerade abgeschlossene Tarifeinigung im öffentlichen Dienst unterhalten. Aber bevor wir zum Thema kommen – magst du dich kurz vorstellen?

Aydan Fazilet Karakas-Blutte: Mein Name ist Aydan und ich bin bei ver.di Mitglied sowohl in der Bundestarifkommission (BTK) als auch in der Verhandlungskommission (VK) des öffentlichen Dienstes. Seit 2006 bin ich freigestellte Personalrätin bei der Stadtverwaltung Kassel. Davor habe ich 10 Jahre als Sozialarbeiterin im Allgemeinen Sozialen Dienst gearbeitet und war dann mehrere Jahre in der Schulsozialarbeit tätig. Vor meiner Freistellung habe ich zuletzt bei der Jugendgerichtshilfe Täter-Opfer-Ausgleich gemacht. Das ist eine außergerichtliche Vermittlungsstelle zwischen Täter und Opfern, bei denen Mediationsverfahren angewendet werden. 

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Die Tarifeinigung in den Tarifverhandlungen für die Angestellten von Bund und Kommunen vom 25. Oktober 20202 enthält für alle, für die diese Einigung gilt, eine sogenannte „Corona-Prämie“.

Wei immer wieder Fragen kommen: Die Sonderzahlung des TVöD gilt ausschließlich für Beschäftigte von Bund & Kommunen, nicht für Beschäftigte der Länder, nicht für kirchliche Träger und alle anderen Arbeitgeber! Es gibt Arbeitsverträge, in denen der TVöD automatisch bernommen wird. Mitglieder, die Fragen dazu haben, können Kontakt zu ihrer ver.di-Bezirksstelle aufnehmen. Ihnen steht eine kostenlose Rechtsberatung zu.

Diese einmalige Sonderzahlung gilt unabhängig davon, ob bereits eine Prämie gezahlt wurde oder nicht. Sie ist bis zu einer Höhe von 1500 Euro steuer- und abschlagsfrei, alles darüber hinaus muss normal versteuert werden. Voraussetzung für die Prämie ist, dass das Beschäftigungsverhältnis am 1. Oktober 2020 noch bestanden hat. Wer an diesem Tag nicht in einem Arbeitsverhältnis mit Anspruch auf Entgelt war, erhält die Corona-Sonderzahlung leider nicht (Saisonkräfte). 

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